Deutsche am Aussterben? Nicht in Asien. High Five!

Deutschland ist spitze. In sehr vielen Bereichen dominieren wir die Welt. Egal ob Autos, Maschinen oder Pillen wir sind gefragt. Bemüht immer die Nummer eins zu sein haben wir eine neue Spitze im weltweiten Vergleich erobert und unseren ewigen Konkurrenten, Japan, erfolgreich verdrängt. Ich rede hier von der niedrigsten Geburtenrate weltweit.

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Babyspaß im Wasser contributed by MasterFinally

Mit durchschnittlich 8,2 Kindern pro 1000 Einwohnern in den letzten 5 Jahren ein verdienter Platz 1.  (ca. 1,1 Kinder pro Paar).

Und das machte natürlich in der ganzen Welt Schlagzeilen. Besonders wenn man bedenkt, dass viele Deutschpassträger mit Migrationshintergrund (DmM – ich gehöre ebenfalls dazu, deswegen nicht rassistisch. Ha!) ebenfalls in der Statistik erfasst sind und ordentlich die Zahl nach oben schrauben. Würde man die DmM abziehen würde das noch viel düsterer aussehen.

Was aber nicht in der ganzen Welt Schlagzeilen macht ist, dass Deutsche sich in Asien rasant vermehren. Und wo genau?

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Borat – Kein anderer hat ein Land jemals so geprägt contributed by Skssoft on de.wikipedia; Michael Bulcik / SKS Soft GmbH Düsseldorf

Genau. Kasachstan. Mit ordentlich Sexy Time erreichten unsere wolgadeutschen Geschwister 24.34 Geburten pro 1000 Einwohner in 2011. Die höchste Geburtenrate aller Bevölkerungsgruppen in Kasachstan.

Zum Vergleich: 17 Geburten pro 1000 Türken. 

Das natürliche Wachstum liegt bei ca. einem Prozent jährlich, wenn man die Sterberate (13.72/1000) abzieht. Durch Verfolgung fliehen jedoch jährlich immer mehr Menschen aus Kasachstan. Offener Rassismus ist an der Tagesordnung und gesellschaftlich akzeptiert. Gezwungen zu gehen nimmt die deutsche Bevölkerung Kasachstans trotz hoher Geburtenrate weiter ab. Von ehemals 5% der Bevölkerung ist sie auf 1% geschrumpft. Jedes Jahr schrumpft sie um ein Prozent. Heute Leben nur noch 180.000 Deutsche dort.

Vielleicht ist es auch an der Zeit wieder die Grenzen zu öffnen. Zum Einen weil die deportierten Wolgadeutschen dort verfolgt werden, zum Anderen damit sie uns zeigen wie das mit den Bienchen und Blümchen funktioniert. Ich glaub wir haben da nicht so richtig aufgepasst.

*Beitragsbild – Theatrical release poster in faux Cyrillic

Essenstradition aus Argentinien von Russlanddeutschen! Teil 1 Krebel

Argentinien. Ein Land das durchaus mit Deutschen in Zusammenhang gebracht wird.  Etliche Mythen und Legenden kursieren herum, die noch mit dem dritten Reich zu tun haben. Aber wer würde Argentinien mit Wolgadeutschen verbinden? Umso erstaunlicher war es dann, als ich auf eine Frau mit deutschen Namen traf, die auf spanisch Beiträge veröffentlichte und das auch noch in einer Gruppe für Russlanddeutsche.

Der Facebook-Stalker in mir wurde aktiv. Und siehe da!

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Krebel, Krebla oder auch Schlitz Kechla. Dieses Gericht müsste jedem Aussiedler ein Begriff sein. Meistens gab es das noch bei Oma am Wochenende an der sich die ganze Familie Traf und munter feierte. Jedoch stammt das Gericht im obigen Foto nicht aus Deutschland und auch nicht aus Russland. Sondern aus Argentinien!

Dort haben sich Wolgadeutsche angesiedelt, nicht Deutsche (!) und pflegen seit hunderten von Jahren die alte Tradition. Unten sieht man ein weiteres Freitagsgericht. Krebel ohne Zuckerüberzug, gebackener Fisch und dazu noch eine deftige Kartoffelsuppe.

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Nach weiteren Recherchen ist mir dann noch eine Facebook-Gruppe aus Argentinien aufgefallen. Seht selbst:

Arte Culinario De Nuestras Abuelas Alemanas Del Volga

Ich versteht nicht viel, aber „Culinario“ „Alemanas del volga“ müsste soviel wie „kulinarische Gerichte von Deutschen aus der Wolga“ heißen.

Guckt euch die Seite an. Lasst ein Like dort um unseren argentinischen Brüder und Schwestern zu unterstützen, auch wenn ihr nichts versteht.